28.01.2002

MOBIL

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Trend geht zum Zweithandy

Vielen Handybesitzern ist ein Mobiltelefon offenbar zu wenig.

Der Trend geht zum Zweithandy, wie die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik festgestellt hat.

Für 2002 rechnet der Verband in Deutschland mit einem Absatz von 8,8 Millionen Mobiltelefonen. Etwa 1,3 Milliarden Euro würden die Bundesbürger dafür ausgeben - rund die Hälfte davon für Zweitgeräte. Zwei von drei Deutschen verfügten bereits über ein Mobiltelefon - Tendenz steigend.

Der Handyboom hält weiterhin an, hat sich aber im Vergleich zu den Vorjahren deutlich abgeschwächt. Lagen die Verkaufszahlen 1994 bei 200.000 Handys, schnellten sie zwei Jahre später auf 1,3 Millionen und 1999 auf 3,9 Millionen hoch. Im Jahr 2000 wurden 12,5 Millionen Mobiltelefone an die Kunden gebracht.

Im vergangenen Jahr sank der Absatz erstmals wieder, und zwar auf 8,7 Millionen Geräte.

Grund sei das schwindende Interesse an Handys mit Prepaid-Karten ohne Vertrag, teilte die gfu mit. Nur noch 51 Prozent [2000: 68 Prozent] der Kunden vertrauten dem "mobilen Kartentelefon". Die anderen 49 Prozent unterschrieben Mobilfunk-Verträge mit Laufzeit und Grundgebühr [42 Prozent] oder Laufzeit ohne Grundgebühr [sieben Prozent].

Auch die Technik hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. Nahezu jedes Handy verfügt heute über einen WAP-Browser.