"Vista wird sich weiter verspäten"
Das Marktforschungsinstitut Garnter rechnet nicht mit einem Erscheinen des neuen Microsoft-Betriebssystems Vista vor dem zweiten bzw. dritten Quartal 2007. Microsoft versichert: "Wir sind im Plan."
Ende März gab Microsoft die Verschiebung des Marktstarts des lang erwarteten XP-Nachfolgers Windows Vista für Privatanwender auf das nächste Jahr bekannt.
Nach jüngsten Einschätzungen des Marktforschers Gartner wird der US-Softwarekonzern auch diesen Termin nicht halten können.
Microsoft habe bei vergangenen Windows-Versionen wiederholt geplante Termine verstreichen lassen, begründeten die Marktforscher ihre Analyse. "Wir erwarten die breite Verfügbarkeit von Windows Vista nicht vor dem zweiten Quartal 2007."
Auch ein Release erst im dritten Quartal sei möglich. Da der Weihnachtstermin bereits geplatzt sei, spielten ein paar weitere Monate Verzögerung keine Rolle mehr, so Gartner.
Microsoft: "Wir sind im Plan"
An dem aktuell geplanten Termin halte man nach wie vor fest, betonte dagegen Microsoft. Bei allem Respekt stimme man mit den Ansichten von Gartner nicht überein, so eine Microsoft-Sprecherin zur "Seattle Times". "Wir sind im Plan und werden das Produkt im Jänner 2007 ausliefern."
Beta-Reaktionen als Indikatoren für Marktreife
Vista soll das für Software-Verhältnisse inzwischen sehr betagte Windows XP [Marktstart 2001] ablösen.
Eine zweite Beta-Testversion von Vista will Microsoft spätestens im Juni veröffentlichen. An dieser Version wird sich zeigen, wie stabil und leistungsfähig das Betriebssystem wirklich ist und wie viel Arbeit Microsoft noch investieren muss, so Gartner.
(dpa)
