25.01.2002

IE RULEZ IN DE

Bildquelle: ORF ON

Netscape immer mehr im Eck

Dass Microsofts Internet Explorer innerhalb von fünf Jahren den einstigen Marktführer Netscape immer mehr in die Enge drängt, ist unbestritten.

Fraglich ist jedoch, wie weit, denn hier gehen die Zahlen der verschiedenen Statistiken deutlich auseinander.

Laut der 13. W3B-Studie des Marktforschungsinstituts Fittkau & Maaß, die heute über die dpa bekannt gemacht wurde, setzen in Deutschland nur noch 11,8 Prozent auf den Communicator, der MS-Browser soll bei 87,1 Prozent der User im Einsatz sein.

Unterschiedliche Methodik

Die große Differenz resultiert aus der völlig unterschiedlichen Methodik beider Umfragen. Die Online-Fragebogen der 13. W3B von Fittkau & Maaß wurden von 96.611 Usern ausgefüllt, als Haupt-Incentive wurden Flugtickets unter den Einsendern verlost.

Statmarket wiederum generiert seine Browseranteile aus Statistiken, die auf 125.000 mit der Hitbox ausgestatteten Websites "passiv" erhoben werden.

Aus einem Sample von 1,86 Millionen Adviews unter den Besuchern der FutureZone entfielen 87,72 Prozent auf den Internet Explorer, 10,73 benutzten Netscape, 1,49 kamen mit einer anderen Software angebraust.

Schadenersatz für den Verlust

All diese Zahlen sind vor dem Hintergrund zu sehen, dass sich AOL und Microsoft ein neues Duell vor Gericht liefern.

AOL verlangt Schadenersatz, nachdem ein US-Gericht erkannt hatte, Microsoft habe seine Marktmacht mit wettbewerbswidrigen Mitteln durchgesetzt.

Die rasant schrumpfenden Marktanteile des Netscape-Browsers der letzten Jahre dürften jedenfalls umgekehrt proportional zur Höhe der Schadenersatzforderung von AOL Time Warner sein.