24.01.2002

MICROSOFT

Bildquelle: orf on

Österreich-Ergebnis gegen Konzerntrend

Die Österreich-Tochter Microsofts hat im ersten Halbjahr 2001/2002 [1. Juli bis 31. Dezember 2001] trotz rückläufigen PC-Absatzes deutlich zugelegt.

Die Umsätze erhöhten sich um 41,3 Prozent auf mehr als 50 Millionen Euro. Entgegen dem Konzerntrend konnte in Österreich auch der Gewinn erhöht werden, sagte Microsoft-Österreich-Chef Andreas Ebert heute. Genauere Angaben machte Ebert aber nicht.

Erholung in Sicht

In Österreich hat man zu Beginn des Geschäftsjahres mit stagnierenden PC-Absätzen gerechnet. Tatsächlich ist der PC-Absatz sogar um insgesamt acht Prozent zurückgegangen. Bis zum Sommer sollte sich der IT-Markt allerdings wieder erholen, hofft Ebert.

Dass Microsoft Österreich trotz schwacher Marktdaten schon in der zweiten Vorjahreshälfte zugelegt hat, verdankt das Unternehmen nach eigenen Angaben vor allem der Veröffentlichung von Windows XP.

Hier zu Lande wurden bereits 250.000 Lizenzen abgesetzt. Insgesamt hat sich die Zahl der verkauften Windows-Lizenzen in Österreich um 112 Prozent erhöht.

Auch für die Zukunft sieht Ebert in Österreich noch ein Potenzial. Derzeit besäßen zwar schon 45 Prozent aller Haushalte, aber erst 20 Prozent der Gesamtbevölkerung einen PC. In den USA seien es hingegen bereits 82 Prozent aller Amerikaner. Grund dafür seien so genannte Haushaltsnetze, Kinder und Eltern haben ihren jeweils eigenen PC. Auch in Österreich zeichne sich diese Entwicklung ab, so Ebert.

Piraten

Zu kämpfen hat Microsoft nach eigenen Angaben weiterhin mit der Softwarepiraterie.

Auch die verpflichtende Online-Registrierung für Windows-XP-Privatkunden habe an der Situation nichts geändert.

Im Businessbereich seien nach wie vor etwa 43 Prozent aller Windows-Versionen Raubkopien. Im Homeuser-Bereich seien es sogar 60 bis 70 Prozent, so Microsoft-Österreich-Sprecher Thomas Lutz.