Häftlingsüberwachung per Handy
Finnische Häftlinge werden neuerdings beim Freigang mit Handys überwacht.
Gefängnisinsassen, die wegen guter Führung Hafturlaub bekommen oder im offenen Strafvollzug sind, seien dank eines Funksignals überall zu orten, teilte die Gefängnisverwaltung in Helsinki mit.
Testphase von einem Jahr
Das System sei ein Jahr lang in einer offenen Haftanstalt getestet und für gut befunden worden. Nun werde es auf acht Gefängnisse ausgeweitet. "Das System reicht, um festzustellen, ob der Häftling bei der Arbeit ist", sagte eine Behördensprecherin.
Keine Privatgespräche
Ein Anruf verschaffe endgültige Gewissheit, ob sich der Freigänger am gleichen Ort befinde wie sein tragbares Telefon.
Bei den Handys handelt es sich um normale Modelle ohne spezielles Zubehör. Auf den nationalen Handyhersteller Nokia, weltweit die Nummer eins, haben die finnischen Behörden jedoch nicht zurückgegriffen. "Es sind Siemens-Telefone. Weil das System besser funktioniert, wenn die benutzten Handys einfach zu bedienen sind."
Privatgespräche dürfen die Freigänger damit nicht führen.
