Wenn die CD im Laufwerk explodiert
CD-ROMs werden in modernen, schnellen Laufwerken immer höheren Belastungen ausgesetzt: Waren zu Beginn der Ära noch gemächliche einige hundert Umdrehungen pro Minute Usus, wurde im Laufe der technischen Entwicklung die Geschwindigkeit immer höher geschraubt.
Die CD-Medien sind allerdings die gleichen geblieben.
Bis zu 11.000 Umdrehungen pro Minute muss eine CD vertragen, wenn sie etwa in ein 52fach-Speed-Laufwerk eingelegt wird.
Exitus im Laufwerk
So ist es zuletzt bisweilen vorgekommen, dass eine CD mit Materialermüdungserscheinungen in einem Highspeed-Laufwerk regelrecht zerfetzt worden ist.
Materialermüdung dank strenger Hüllen
Bei den Herstellern ist man sich dieses Problems durchaus bewusst. Betroffen sind Laufwerke mit den Geschwindigkeitsangaben 40x, 44x, 48x, 50x, 52x und 56x. Der Hauptgrund, so der Tenor, ist die schlechte Qualität der CD-ROMs selbst.
Es können sich Haarrisse rund um das Führungsloch bilden - schuld daran sind zu enge CD-Hüllen. Um die CD-ROM entsprechend zu halten, muss sie oft in eine sehr enge Halterung gepresst werden, was eben zu Vorbeschädigungen führt. Manche CD-Hüllen halten die CDs so stark, dass sie beim Entnehmen sogar gebogen werden.
Need for Speed
Durch die hohe Umdrehungsgeschwindigkeit moderner Laufwerke können sich die Haarrisse vergrößern und schließlich zur vollständigen Zerstörung des Mediums führen.
Silberregen statt Tortenecken
Derartige Vorfälle sind mit ein Grund, dass CD-ROMs immer häufiger in DVD-Hüllen verpackt werden, da diese eine sanftere Halterung bieten. Dementsprechend empfehlen die Laufwerkhersteller, im Fall des Falles eine Ersatz-CD des Softwareherstellers zu verlangen.
Wenn sich eine CD in ihre Einzelteile zerlegt, dann übrigens gründlich: Wie Erfahrungsberichte von FuZo-Lesern zeigen, sind statt weniger Bruchstücke regelrechte CD-Krümel zu erwarten.
