User basteln eigenes WLAN in Sydney
In Sydney basteln engagierte Internet-User seit einiger Zeit an einem stadtweiten WLAN. Die Erstausrüstung ist zwar relativ teuer, dafür fallen im Anschluss allerdings die meisten Nutzungsgebühren der Internet-Provider weg.
Für Verbindungen, die innerhalb des Netzes aufgebaut werden, wie etwa für Online-Spiele und Voice-over-IP-Telefonie, sind Übertragungsraten im Megabit-Bereich verfügbar.
Sydney Wireless
Auf der Webseite des Projekts lässt sich die steigende Abdeckung
des Stadtgebietes anhand einer Karte mitverfolgen. Neben der
Ausrüstung kostet den Nutzer der Beitritt zum Netzwerk einmalig 100
australische Dollar [58 Euro], mit denen neue Access-Points
finanziert werden.
Node DatabaseKeine Genehmigungspflicht für Sender
Begonnen hat das Ganze als Projekt einiger Freunde, die sich öfters zu LAN-Partys trafen. Um dem Kabelgewirr ein Ende zu setzen, erfolgte schließlich der Umstieg auf ein drahtloses Netzwerk, und die ersten Funkbrücken wurden errichtet.
In Australien besteht keine Genehmigungspflicht für den Aufbau von Sendern, die im 2,4-GHz-Frequenzbereich des 802.11b-Standards arbeiten. So können Sendeknoten mit einer Leistung von vier Watt betrieben werden. Bei direkter Sichtverbindung können bis zu 25 Kilometer zwischen den Access-Points überbrückt werden.
Wenn der Nachfolgestandard für WLANs 802.11g weit genug verbreitet ist, soll die Umrüstung des Netzes auf Übertragungsraten von elf auf 54 oder gar 108 MBit/s erfolgen.
