23.01.2002

SMART & KLEIN

Bildquelle: eml

Ein "Digi-Coach" für Schwimmer

Wissenschaftler des European Media Laboratory [EML] entwickeln zurzeit einen handlichen elektronischen Assistenten, der die Bewegungen von Schwimmern während des Trainings analysiert und so hilft, die Leistung zu optimieren.

"DigiCoach" besitzt aktuell noch die Größe eines Walkmans und wird mit einem Gürtel an den Rücken des Schwimmers geschnallt. Er kann die Beschleunigung und verschiedene Bewegungen des Schwimmers mit Hilfe von Sensortechnik messen, wie sie auch in der Automobilindustrie eingesetzt wird.

Laptop am Beckenrand

Zum "DigiCoach" gehören außerdem die Übertragung der gemessenen Daten auf den Computer am Beckenrand und eine spezielle Software, welche die verschiedenen Bewegungsmuster erkennt sowie die Daten für Trainer und Athleten aufbereitet.

Das neue Messverfahren soll einen nur geringen Aufwand erfordern, verspreche eine zeitnahe Auswertung und werde vom Athleten nicht als störend wahrgenommen.

Außerdem wird der "DigiCoach" im Gegensatz zu den bestehenden Verfahren zum Beispiel auftretende Ermüdungserscheinungen oder den Endspurt exakt berechnen können. Anschließend kann der Trainer auf einem Laptop am Beckenrand die gemessenen Daten auswerten.

Laut Noehte kann die Funktionsweise des Gerätes auch auf andere Sportarten wie Rudern oder Radfahren übertragen werden. "Außerdem könnte das Messverfahren in der Bewegungstherapie eingesetzt werden", so der Physiker.