Startschuss für Mobi63-Verkauf
Mindestpreis liegt bei 800 Mio. Euro
Die serbische Privatisierungsagentur und die Telekommunikationsagentur haben den Startschuss für den Verkauf des Mobilfunkunternehmens Mobi63 gegeben.
Mobi63 ist das Nachfolge-Unternehmen des Mobilfunkbetreibers Mobtel, dem die serbische Regierung Ende 2005 die Funklizenz entzogen hatte.
Österreicher halten 30 Prozent
An Mobi63 ist der serbische Staat mit 70 Prozent und eine österreichische Investorengruppe um Martin Schlaff mit 30 Prozent beteiligt.
Mobilkom mit Interesse
Ihr Interesse an Mobi63 hat neben der Telekom-Austria-Tochter mobilkom austria auch die griechische OTE bekundet.
Berater der serbischen Regierung bei dem Verkauf ist die Pariser Bank Rothschild & Cie. Geplant ist ein zweistufiges Tenderverfahren, wobei in der zweiten Stufe eine öffentliche Versteigerung, sehr wahrscheinlich vor laufenden Kameras, stattfinden wird.
Funklizenz für das Mobilfunknetz 063
Mit Mobi63, an die das gesamte Mobtel-Eigentum und die Kunden der Mobtel übertragen wurden, kommt auch die Funklizenz für das Mobilfunknetz 063 zum Verkauf. Der Ausgangspreis dürfte sich auf 800 Mio. Euro belaufen.
Laut serbischen Medienberichten können sich nur Mobilfunkfirmen mit mindestens drei Millionen Kunden und einem Jahresumsatz von mindestens 50 Mio. Euro um die Mobi63 bewerben. Das Tenderverfahren soll 60 Tage dauern.
Neuübernahme im Juli
Der neue Besitzer dürfte die Firma voraussichtlich im Juli übernehmen.
(APA)
