22.01.2002

TCP ET IP, AMEN

Bildquelle: Vatikan

Der Pontifex über das Internet

Papst Johannes Paul II. hat heute vor einer missbräuchlichen Verwendung des Internets gewarnt.

Das Netz sei ein "wunderbares Instrument", das zur Verkündigung des Glaubens eingesetzt werden sollte, berge aber auch Gefahren.

Kaum Werte

Der Staat müsse sicherstellen, dass das Internet dem Gemeinwohl diene und keinen Schaden anrichte, sagte der 81-jährige Papst in seiner Botschaft zum "Tag der sozialen Kommunikationsmittel".

Über das Internet würden sehr viele Informationen, aber kaum Werte vermittelt, gab er zu bedenken.

Chancen

Das Oberhaupt der katholischen Kirche hatte in der Vergangenheit wiederholt auf die Chancen hingewiesen, die das Internet bietet.

So hatte er Ende des Vorjahres erstmals ein päpstliches Dokument vor laufenden Kameras per E-Mail nach Ozeanien geschickt.

Der Papst im Original-Ton:

"Wird durch diese aus Bildern und Tönen bestehende Galaxis das Antlitz Christi sichtbar und seine Stimme hörbar werden? [...] Die Frohbotschaft unserer Erlösung wird das Internet zu einem wahrhaft menschlichen Bereich machen, denn wo kein Platz für Christus ist, da ist auch kein Platz für den Menschen. [...] Anlässlich dieses Welttags der sozialen Kommunikationsmittel wage ich es daher, die gesamte Kirche aufzufordern, mutig diese neue Schwelle zu überschreiten."