WLAN-Verbindung über 279 Kilometer
Mit handelsüblicher WLAN-Hardware schafften Techniker eine stabile Richtfunkverbindung über 279 Kilometer, ohne aktive Signalverstärkung.
Einer Gruppe von venezolanischen Netzwerktechnikern ist es gelungen, einen inoffiziellen WLAN-Reichweitenrekord aufzustellen. Sie überbrückten in den Anden eine Strecke von 279 Kilometern mit einer stabilen Richtfunkverbindung.
Das Signal wurde dabei von den Technikern nicht aktiv verstärkt. Übertragen wurden einigen PDF-Dokumente mit einer Geschwindigkeit von bis zu acht Kilobyte in der Sekunde.
Die 4.000 Meter über dem Meeresspiegel liegende Rekordstrecke [zwischen El Baul und Pico del Águila] wurde von den Netzwerktechnikern mit GPS, Google Earth und Vor-Ort-Tests bei klarer Sicht ausgesucht.
Parabol-Antennen an Linksys-Routern
Zum Einsatz kamen dabei zwei Router des Typs WRT54G von Linksys. Diese eigneten sich nach Ansicht der Techniker für das Experiment besonders, da sich deren Linux-Firmware austauschen lässt. Eines der Geräte diente als Access Point, das andere als Client.
Beschränkt war der Rekordversuch durch venezuelanische gesetzlichen Bestimmungen, daher musste die Sendeleistung der Router bei 100 Milliwatt belassen und durfte nicht hochgeschraubt werden.
Rekord nicht offiziell
Als offizieller Rekord kann der Test jedoch nicht gewertet werden, denn die Vergabe dieses Titels beanspruchen die Veranstalter der Hacker-Konferenz Defcon in den USA für sich. Dort wurden vergangenes Jahr, ebenfalls ohne Verstärker, 201 Kilometer überbrückt.
Für die lange Strecke wurde zuvor ein nötiger Pegelgewinn von rund 30 Dezibel errechnet. Der noch fehlende Pegel wurde über zwei Parabolantennen mit 2,4 Meter Durchmesser erreicht.
(pte.at)
