22.01.2002

SPIEL & KRITIK

Bildquelle: Infogrames

Zwei Helden auf Xbox-"Oddysee"

Den letzten Auftritt hatte "Mudokon Abe" noch auf der Playstation und dem PC. Mittlerweile hat er das System gewechselt und rettet nun nur noch auf Microsofts Xbox seine Artgenossen, diesmal allerdings in 3D und mit Hilfe seines kongenialen Partners "Gabbit Munch".

Anfänglich sollte das Spiel noch für die Playstation 2 entwickelt werden, ist aber dann wegen "besserer Bedingungen" auf die Xbox umgezogen. An Witz und Charme hat das Spiel dabei aber nichts verloren.

Zurück in die Zukunft

Auch das Spielkonzept ist das alte geblieben: Auf der Suche nach seinen Artgenossen muss Abe wieder eine Menge kniffliger Rätsel lösen und gegen häßliche Gegner kämpfen.

Kommunikation als Waffe

Eindeutig von Vorteil und wichtiges Element des Spiels ist Abes und Munchs Fähigkeit zu sprechen. Bevor Abe seine Mudokon-Freunde "an die Arbeit" schicken kann, muss er sie zuerst begrüßen.

Und Munch muss die "Fuzzles", kleine Fellknäuel mit erstaunlichen Zahnreihen, erst mit Hilfe seines Kontrollteils befreien, damit sie für ihn die "Sligs" fertig machen.

Die großen K

Auf der Suche nach ihren Artgenossen müssen Abe und Munch stark zusammenarbeiten, da ihre speziellen Fähigkeiten unterschiedlich eingesetzt werden müssen. Munch kann hervorragend schwimmen, Abe dagegen geht unter wie ein Stein.

Munch ist zu Fuß sehr langsam, mit Hilfe seines Rollstuhls lässt er Abe aber weit hinter sich. Kooperation, Kombination und Kontrolle sind daher die wichtigsten Elemente, um in Oddworld ans Ziel zu gelangen.

Fazit

Die harten Rätsel, das eigentliche Hauptelement in Oddworld, gemischt mit einigen Jump-n-Run-Passagen, kurzen, aber heftigen Gefechten und den sehr witzigen, wenn auch nicht unbedingt abwechslungsreichen Dialogen ergeben einen gelungenen Starttitel für die Xbox.

Bleibt zu hoffen, dass bei der Umsetzung auf die Pal-Version nichts verloren geht.

Harte Rätsel und guter Sound

Mit Hilfe der Rundumsicht kann man alles genau betrachten, egal von welchem Winkel aus. Oft sieht man am Anfang des Levels zwar schon das Ende, das trotzdem nicht so leicht erreichbar ist, wie es scheint. Die Art der Rätsel erinnern stark an Klassiker wie "Lemmings", nur dass in Oddworld auch zwischendurch gespeichert werden kann [bei der Xbox auch auf der Festplatte], sodass bei besonders harten Aufgaben auch eine Pause eingelegt werden kann, bevor die Frustration siegt. Keine Frustration aufkommen lassen die Grafik und der Sound von "Munch's Oddysee" und vor allem die bereichernden Zwischensequenzen. Wenn auch manchmal das Gefühl aufkommt, man hätte lieber den Level aus der Zwischensequenz gespielt [z.B. in einem Raumschiff].