Consors sieht Börsen-Trendwende
Die seit einigen Wochen leicht positive Stimmung auf den Aktienmärkten hat sich beim Online-Broker Consors nach eigenen Angaben sofort niedergeschlagen.
Wie das von Übernahmespekulationen betroffene Unternehmen heute mitteilte, stieg die Zahl der Transaktionen im vierten Quartal um rund 24 Prozent. Insgesamt wurden mehr als 1,7 Millionen An- und Verkaufsaufträge vollzogen.
Damit hofft Consors, nun die Trendwende eingeleitet zu haben. In diesem Jahr erwartet Consors-Chef Karl Matthäus Schmidt eine "moderate Erholung der Kapitalmärkte". In diesem Sog wolle die Bank auch wieder ein ausgeglichenes Ergebnis erreichen.
Allerdings sank im vierten Quartal die Zahl der Neukunden. Es wurden nur noch 10.000 neue Konten eröffnet, im dritten Quartal waren es noch 15.000.
Online-Broker Consors vor VerkaufBörsenbarometer
Consors ist wie alle Discount-Broker enorm von der Stimmung an der Börse abhängig.
Analysten zufolge hat sich nach der Aktien-Euphorie Anfang 2000, bei der zum Teil blind gezeichnet wurde, vor allem bei den Privatanlegern Misstrauen eingeschlichen. Sie wollen nicht mehr vor allem billig zeichnen oder verkaufen, sondern beraten werden.
Das aber können die Discount-Broker nicht leisten. Consors beispielsweise machte von 1996 bis 2000 Gewinne, seit Beginn der Börsenflaute aber schreibt das Unternehmen rote Zahlen.
