BenQ mit mehr Verlust als erwartet
Neue Modelle sollen Aufschwung bringen
Taiwans Handyhersteller BenQ hat im ersten Quartal einen höheren Verlust verbucht als erwartet.
Der Verlust betrug 4,99 Milliarden Taiwan-Dollar [126 Mio. Euro]. Analysten hatten im Schnitt einen Verlust von 4,02 Milliarden Taiwan-Dollar erwartet. Im vierten Quartal 2005 hatte BenQ noch einen Verlust von 6,02 Milliarden Taiwan-Dollar ausgewiesen und erklärt, die Talsohle sei nun durchschritten.
Absatz soll um 30 Prozent zulegen
Branchenexperten gehen davon aus, dass sich BenQ dank neuer Handymodelle auf dem Wege der Besserung befindet. Für die Auslieferungen des zweiten Quartals rechnet das Unternehmen mit einem Plus von 30 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.
Der Umsatz werde im Vergleich zu den ersten drei Berichtsmonaten um zehn Prozent zulegen.
Fünftgrößter Handysteller
Im Schlussquartal will der Hersteller wieder Gewinne erwirtschaften. "Wir sind gut unterwegs, wir bewegen uns in dem Korridor, um im vierten Quartal schwarze Zahlen zu schreiben", sagte BenQ-Mobile-Chef Clemens Joos am Montag.
Im Handy-Geschäft sei der Absatz im ersten Quartal zwar um rund ein Drittel zurückgegangen, der durchschnittliche Verkaufspreis [ASP] der BenQ-Apparate sei aber gestiegen.
Zwischen 70 und 80 Euro
"Wir bewegen uns mit dem ASP inzwischen zwischen 70 und 80 Euro. Im zweiten Quartal wollen wir noch zehn Prozent zulegen", so Joos.
Den Absatzrückgang erklärte Joos vor allem mit saisonalen Gründen. Im gesamten Jahr peilt BenQ an, rund 50 Millionen Handys zu verkaufen.
BenQ ist seit der Übernahme der Handysparte von Siemens der fünftgrößte Handyhersteller der Welt.
(Reuters)
