15.01.2002

ALCATEL

Bildquelle: alcatel

Erste Details zum Vertriebsverkauf

Der französische Telekom-Zulieferer Alcatel will bis Ende Februar seine europäische Vertriebsorganisation an das US-Investmentunternehmen Platinum Equity verkaufen.

Damit wolle Alcatel seinen Vertrieb weiter straffen, teilte der Konzern am Dienstag in Paris mit. Der ungenannte Kaufpreis wurde auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzt, die Alcatel voraussichtlich zur Schuldentilgung verwenden wird.

In Deutschland sind nach Unternehmensangaben rund 1.500 der insgesamt 13.500 Mitarbeiter durch den Verkauf betroffen, über Österreich wurden keine Aussagen gemacht.

Bares Geld

Platinum wird bar bezahlen sowie Lizenzen erwerben. "Alcatel ist unser herausragender Partner in Europa. Es steht für 60 Prozent unseres Umsatzes und wir erwarten da keine Änderung", sagte Platinum-COO Phil Norment.

"In den USA ist Nortel unser Partner, wir wollen unseren Kunden eine Auswahl bieten, und deshalb werden wir Alcatel-Produkte in unser US-Angebot aufnehmen", fügte er hinzu.

Platinum wolle zudem alle 6.500 Mitarbeiter des Alcatel-Teils übernehmen, teilte das Unternehmen weiter mit. Die Geschäftseinheit solle weiter selbstständig bleiben. Zur Nutzung von Synergien solle sie aber eng mit dem bisherigen US-Geschäft NextiraOne zusammenarbeiten.

Alcatel-Aktien stiegen in Paris rund 3,2 Prozent auf 19,10 Euro.