Neue TLDs nehmen Gestalt an
Die im November 2000 auf den Weg gebrachten neuen Top Level Domains [TLD] nehmen langsam Gestalt an.
Nachdem ".info" und ".biz" im letzten Herbst gestartet sind, soll heute ".name" online gehen, ".museum" ist seit letztem November zumindest im Probebetrieb, und ".coop" soll am Monatsende starten. Lediglich ".aero" und ".pro" sollen erst im Laufe des Jahres ins Netz gebracht werden.
Nach der ICANN-Sitzung von letzter Woche ist allerdings verlautet, dass über die Schaffung der sieben beschlossenen TLDs hinaus derzeit keine Pläne für neue Endungen existieren.
Die TLD .name, die heute ihr Debüt geben soll, ist für Privatpersonen gedacht und wird von
Global Name Registry verwaltet.Zäher Start
Dem Start der neuen TLDs, welche die überlaufenen .com-, .org- und .net-TLDs entlasten sollen, sind allerdings langwierige Auswahlverfahren, unschöne Auseinandersetzungen und zahlreiche Verzögerungen vorausgegangen.
Schon die Auswahl der seit Jahren von der Wirtschaft gewünschten neuen TLDs geriet zu einem langwierigen Prozess. Die Internet-Aufsichtsbehörde ICANN [Internet Corporation for Assigned Names and Numbers] hat sich dann im November 2000 nach einem langwierigen und umstrittenen Auswahlverfahren auf die Einführung von insgesamt sieben neuen TLDs geeinigt.
Jeder Bewerber musste im Voraus 50.000 USD an die ICANN zur Teilnahme an dem Verfahren zahlen, was zusammen mit den komplizierten Bewerbungsmodalitäten die Zahl der Bewerber im überschaubaren Rahmen hielt.
Neben .name wurde Ende 2000 von der ICANN die Einführung von .info, .biz , .pro, .museum, .coop und .aero beschlossen.
Sieben neue Domain-Endungen gekürtStreit
Der Fahrplan für die neuen TLDs wurde im letzten Jahr noch einmal durch einen heftigen Streit zwischen der ICANN und den Verwaltern der neuen TLDs erheblich verzögert.
Laut der ICANN waren Probleme bei den Vetragsunterzeichnungen mit den Verwaltern und die schlechte Situation an den Tech-Börsen an der Verzögerung schuld.
Die neuen TLD-Verwalter gaben wiederum die Schuld an der Verzögerung allein der ICANN. Diese habe die rechtzeitige Abwicklung der Veträge versäumt.
Neue Domain-Endungen verspäten sich
