TV-Patent zwingt zum Werbungschauen
Der Elektronikriese Philips hat ein Patent auf eine Technik angemeldet, die das Umschalten oder Überspringen von Werbepausen im TV verhindern kann.
Werbeunterbrechungen sind bei den meisten TV-Sehern nicht sonderlich beliebt. Wer sie nicht überspringen kann [etwa beim Anschauen aufgezeichneter Sendungen], nutzt sie meist für WC-Pausen, Essensnachschub oder schaltet einfach um.
Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat in den USA ein Patent für eine Technologie angemeldet, welche die Nutzer dazu zwingen könnte, Werbung anzuschauen.
Ein Zuckerl für TV-Sender?
Was für den Nutzer wenig wünschenswert ist, dürfte die TV-Sender, die sich über Werbung finanzieren, umso mehr freuen.
Die Technologie soll in TV-Geräte und Set-Top-Boxen integriert werden und basiert auf MHP.
Beim Start eines Programms wird der Nutzer darauf hingewiesen, dass dieses nur mit Werbung angesehen werden darf.
Wird daraufhin nicht weiter- oder ausgeschaltet, willigt der Nutzer quasi ein.
Werbefrei gegen Gebühr
Philips schlägt in seiner Patentanmeldung vor, dass Nutzer solche Programme dennoch ohne Werbung ansehen könnten, wenn sie eine Gebühr an den Sender entrichten.
Die Entscheidung liege einerseits beim Zuschauer selbst und andererseits bei der Sendeanstalt, die die Services anbietet.
In einem Statement betonte Philips am Mittwoch, dass es bisher keine Pläne gebe, die Technologie in Geräten einzusetzen. Philips habe nicht die Absicht, Zuschauer dazu zu zwingen, gegen ihren Willen Werbungen anzuschauen.
Das Patentgesuch habe man lediglich eingereicht, weil man sich künftig verstärkt im TV-Bereich positionieren wolle.
(futurezone | AP)
