12.01.2002

URTEIL

Bildquelle: FuZo

Keine Microsoft-Spende für US-Schulen

Microsofts Versuch, eine Klage von Kunden durch die Spende von Computern und Software für Schulen außergerichtlich beizulegen, ist am Freitag gescheitert.

Richter Frederick Mort lehnte den Vorschlag des Unternehmens in Baltimore ab.

Hauseigene Software gegen Marktwert

Microsoft hatte vorgeschlagen, Computer und Software im Wert von einer Milliarde Dollar zu spenden.

Gegner des Vergleichs meinten, die Spende sei wesentlich geringer, weil ein Großteil aus hauseigener Software bestehe, die Microsoft nicht nach Marktwert berechnen könne.

Der Richter ließ durchblicken, dass er den Vorschlag einer Spende im Gegenzug für ein Fallenlassen der Klage anders beurteilt hätte, wenn Microsoft eine Milliarde Dollar in bar geboten und es den Schulen überlassen hätte, wie das Geld ausgegeben werden soll.

Bundesstaaten bleiben hart

Das Justizministerium hat sich im Kartellprozess gegen Microsoft außergerichtlich mit dem Unternehmen geeinigt. Neun Bundesstaaten fordern allerdings weiterhin härtere Strafen gegen den Monopolisten, als das Justizministerium aushandelte.