11.01.2002

"EGO-SHOOTER"

Bildquelle: FuZo

Boom der Ballerspiele

Seit den Anschlägen vom 11. September bieten eine Reihe von Computerspielen Möchtegernsoldaten die Möglichkeit zur Jagd auf Osama bin Laden.

Während die Spielehersteller anfangs eher zurückhaltend mit den Gewalt-Games umgingen und einige Release-Termine auf Grund der politischen Lage verschoben wurden, wurde der Ruf unter den Spielern nach der Möglichkeit, Osama "persönlich zur Strecke zu bringen", immer lauter.

Authentische Afghanistan-Mods

Im Netz reagierte man mit authentischen Afghanistan-Mods für Games wie "Operation Flashpoint", "Rogue Spear" und "Ghost Recon", in denen man als Spieler als Mitglied einer Elitetruppe auf Terroristen-Jagd gehen kann.

Diese Modifikationen eines bestehenden Spiels, die einem Game ein neues Design verpassen, werden von Gamern binnen kürzester Zeit selbst programmiert und übers Internet an Gleichgesinnte verbreitet.

Baller-Boom in den USA

Viele Spielehersteller reagieren erfreut auf das Engagement der Community und veröffentlichen Teile des Quellcodes ihres Spiels, damit noch bessere Mods entwickelt werden können.

Und die Verkaufszahlen geben dieser Sichtweise recht. Obwohl es die Mods kostenlos im Internet gibt, muss man doch das Originalspiel besitzen, um die Mods benutzen zu können.

Am Beispiel von "Rogue Spear" erkennt man den Baller-Boom in den USA. Der Absatz ist seit dem 11. September um 48 Prozent gestiegen.

Und der Trend zu Ego-Shootern ist seither ungebrochen. Seit dem Verkaufsstart am 20. November 2001 wurden auch vom 3D-Shooter "Return to Castle Wolfenstein" über eine Million Stück verkauft.