Highspeed-Kamera mit Linux
Das Unternehmen Elphel Inc. hat eine Highspeed-Kamera vorgestellt, die unter Linux läuft.
Das Gerät besteht aus einem schnellen MCP-Bildverstärker, einem CMOS Bildsensor und einem Minirechner mit einem ETRAX RISC Chip.
Das kompakte Device misst nur 3,8 mal 3,8 mal 14 Zentimeter und ist in der Lage, ultraschnelle Bildsequenzen mit einer Belichtungszeit von nur 10 Nanosekunden aufzunehmen. Dabei benötigt die Kamera keinen speziellen Framegrabber oder Software - eine Standard-Ethernetconnnection mit 100 Megabit/Sekunde und ein Webbrowser reichen vollkommen.
Für schnelle Bewegungsabläufe
Die Kamera wird verwendet, um etwa Explosionen oder Blitze genau
zu analysieren.
Elphel Model 303Mehrere Kameras im Verbund
In diesem Fall werden mehrere Kameras zusammengeschalten, um eine möglichst schnelle Bildsequenz zu generieren. Da die Belichtungszeit derartig kurz ist und eine einzige Kamera der Datenflut nicht mehr Herr werden könnte, schießt jedes einzelne Kameramodul bloss ein einziges Bild und gibt den Befehl per Glasfaser an das nächste Modul weiter. So wird die Latenzzeit umgangen, die durch das "Nachleuchten" des Bildsensors und das Auslesen des Speichers entsteht.
Die kurze Belichtungszeit verlangt nach einem so genannten MCP [Micro-channel plate] Bildverstärker, wie er auch in Nachtsichtgeräten eingesetzt wird. Damit kann ein Signal um das zehntausendfache verstärkt werden.
Elphel Inc hat sich für Embedded Linux entschieden, da das digitale Zusammenspielen von einem Dutzend oder mehr Kameras ein verlässliches Netzwerken erfordert, um die Einzelbilder in der richtigen Reihenfolge und in der richtigen Zeit zu einem Film aneinanderzureihen.
Den Source Code hat das Unternehmen unter der GNU Public License [GPL] freigegeben.
