Keine Journalisten beim MS-Kartellprozess
Der Softwarekonzern Microsoft möchte keine Reporter während der Zeugenanhörung seines Kartellrechtsverfahrens zulassen.
Einen entsprechenden Antrag habe das Unternehmen der Richterin Colleen Kollar-Kotelly gestellt, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg heute.
Da das US-Justizministerium bereits eine außergerichtliche Vereinbarung mit Microsoft getroffen habe, sei es kein Kläger mehr, lautet die Antragsbegründung.
"Washington Post" und "NYT" wollen Reporter entsenden
Microsoft-Präsident Steve Ballmer und andere Zeugen sollen von
den US-Staaten befragt werden, die schärfere Restriktionen gegen
Microsoft durchsetzen wollen. Die Anwälte der "Washington Post" und
"New York Times" hätten erklärt, Berichterstatter zu der Befragung
entsenden zu wollen, berichtet Bloomberg.
MicrosoftDie außergerichtliche Einigung hatte von Microsoft verlangt, Computerherstellern die Wahl zwischen der Installation von Microsoft-Produkten und Konkurrenz-Software zu lassen.
Weiterhin soll der Softwaregigant den Wettbewerbern bisher geheime Schnittstellen seines Betriebssystems preisgeben. Neun Bundesstaaten hatten jedoch die Vereinbarung blockiert. Sie bestehen auf höheren Auflagen.
