Lichte Zukunft für Leiterplatten
Gute mittel- und langfristige Aussichten attestiert die Erste Bank dem steirischen Leiterplattenproduzenten AT&S und stuft seine Bewertung daher von "neutral" auf "kaufen" hoch.
Das Unternehmen werde von den Outsourcing-Bestrebungen der großen Handy-Produzenten profitieren und als Gewinner aus der derzeit noch schwierigen Situation der Branche hervorgehen, heißt es in einer heute veröffentlichten Aktienanalyse der Bank.
Trotz deutlicher Kursgewinne in den vergangenen Wochen sei die AT&S-Aktie gegenüber vergleichbaren internationalen Papieren um 40 bis 50 Prozent unterbewertet.
Kein "totaler Marktzusammenbruch"
Obwohl AT&S für eine Bewertung des Weihnachtsgeschäfts noch bis
zu seiner Quartals-Pressekonferenz im Februar warten will, kann laut
Erste-Experte Konrad Sveceny bei den Handys von dem befürchteten
"totalen Marktzusammenbruch" keine Rede sein.
AT&SKünftig keine Belastungen aus Augsburg
Die Schließung des Werks in Augsburg werde AT&S im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2001/02 zwar einen Verlust von 0,38 Euro pro Aktie bescheren, dafür gebe es aus Augsburg künftig keine laufenden Belastungen für das Quartalsergebnis mehr.
In der asiatisch-pazifischen Region - AT&S wird ab Spätherbst in Shanghai in China Leiterplatten produzieren - sei schließlich ein starkes Wachstum zu erwarten.
Den erwarteten Gewinn pro Aktie stuft die Erste auf 0,90 [bisher 0,76] Euro für 2002/03 sowie auf 1,30 [1,15] Euro für 2003/04 nach oben. Für das laufende Geschäftsjahr, das Ende März zu Ende geht, erwartet die Erste einen Gewinn von 0,33 Euro, nach 1,31 Euro 2000/01.
