Schnellster Pentium 4 ist da
Der Prozessorenhersteller Intel stellt heute seinen schnellsten Mikroprozessor vor.
Der Pentium 4, eingeführt im Vorjahr, wird nun mit einer Taktfrequenz von 2.200 Megahertz ausgeliefert. Damit ist der Chip im Stande, 2,2 Milliarden Operationen pro Sekunde auszuführen.
PC-Hersteller wie Dell und Compaq werden den Chip ab sofort in ihren Highend-Workstations anbieten.
DDR-SDRAM statt RDRAM
Gleichzeitig hat Intel angekündigt, dass das "845"-Chipset
künftig auch so genanntes Double-Data-Rate-RAM [DDR-RAM]
unterstützen wird. Das Chipset steuert das Zusammenspiel zwischen
Prozessor, Hardwarekomponenten und Speicher [RAM]. DDR-RAM ist
günstiger als das bisher von Intel favorisierte RDRAM und
gleichzeitig schneller als das herkömmliche SDRAM.
IntelDDR-RAM im Vormarsch
Analysten begrüßen die Unterstützung von DDR-RAM, das derzeit rasante Verbreitung erfährt. Intel wurde in der Vergangenheit für seine fehlende DDR-Unterstützung stark kritisiert. Der Konkurrent Advanced Micro Devices [AMD] bietet DDR-Support bereits seit dem Vorjahr an.
Herstellung mit 0,13 Mikron
Der Pentium 4 mit 2.200 MHz ist der erste P4, der mit dem 0,13-Mikron-Herstellungsprozess gefertigt wird. Die Bezeichnung bezieht sich auf die Dicke der internen Leitungsbahnen. Mit dem neuen Herstellungsprozess erreichen erst 1.000 von ihnen die Dicke eines menschlichen Haares.
Größere Siliziumscheiben
Gleichzeitig bereitet sich Intel auf die Einführung von größeren Silizium-Wafern vor, welche die Basis für jeden Chip bilden. Scheiben mit einem Durchmesser von 300 statt 200 Millimetern sollen die Ausbeute verfünffachen und so für den Hersteller die Kosten weiter senken.
Trotz der schlechten Absatzzahlen 2001 hat Intel im Vorjahr 7,5 Milliarden USD ausgegeben. "Egal ob der Markt boomt oder nicht, die Technologie entwickelt sich weiter", erklärt Dan Scovel, Analyst bei Needham & Co. "Die Devise im Microprozessor-Land lautet: Business as usual."
Neuer Celeron mit 1,3 Gigahertz Taktfrequenz
