06.01.2002

GESPEICHERT

Bildquelle: ibm

Das digitale Lebensarchiv

Seit einigen Jahren steht der IT-Veteran Gordon Bell im Dienste Microsofts und forscht an einer Lebensaufgabe im Wortsinn: Sein "CyberAll"-Projekt ist der Versuch alle Dokumente, die ein Menschenleben dokumentieren, zu digitalisieren und zu katalogisieren.

Bell und sein Team versuchen dabei, anhand Bells eigenem Leben die Möglichkeiten und Grenzen dieses Unterfangens systematisch auszuloten.

"Das einzige Papier, das ich noch behalten will, sind Geldscheine, Schecks und Aktien," ist Bells selbstgestecktes Ziel für das Jahr 2002.

Machbarkeit

Die Motivation hinter dem Projekt ist zunächst ganz schlicht die zunehmende Machbarkeit: Ansatzweise wird das Unterfangen schon von fast allen Besitzern eines Rechners verfolgt, die Bilder, Texte und Musik sammeln.

Mit weiter steigenden Speicherkapazitäten dürfte dieses Phänomen sich auch ohne Zutun der IT-Industrie noch weiter verbreiten und so sieht Bell sich in erster Linie als Versuchskaninchen im Dienst der zunehmenden allgemeinen Sammelwut.

Das Update-Problem

Zwar steht Bell im Dienste Microsofts und sein Leben wird auf Kosten des Konzerns archiviert - so scannen Mitarbeiter sogar jedes Buch ein, das er liest - aber einige der bisherigen Erkenntnisse dürften dem Unternehmen nicht gefallen:

Der Archivierung stehen nämlich insbesondere die regelmäßigen Updates der eingesetzten Software empfindlich im Weg und Bell empfiehlt daher möglichst "primitive Dateiformate" für die eigene Sammlung einzusetzen.