Ein Imageproblem für Microsofts Xbox
Microsofts bislang erfolgreicher Start im Konsolenmarkt wird derzeit von Berichten über mangelhafte Geräte und ungenügenden Service überschattet.
Bereits Anfang Dezember - drei Wochen nach dem Verkaufsstart in den USA - wurde die Xbox nach Angaben von Microsoft schon 1,1 Millionen Mal verkauft und im Weihnachtsgeschäft sollen noch einemal 400.000 Konsolen über die Ladentische gegangen sein.
Neben dem Konsolenpaket kaufen die meisten Xbox-Kunden auch noch einen zweiten Kontroller, zusätzliche Spiele oder die Fernbedienung für den DVD-Betrieb.
Konsolen-Wettrennen geht weiterServiceproblem
Angesichts der Verkaufszahlen und "einiger hundert" Konsolen, die direkt nach dem Kauf ihren Dienst versagten, kann zwar nicht von ernsthaften Produktionsproblemen gesprochen werden, aber die Erfahrungen der betroffenen US-Konsumenten mit dem Xbox-Service könnten sich zum Problem für Microsoft auswachsen.
Laut "CNN" und "AP" wurden zahlreiche Kunden vom Kundendienst regelrecht allein gelassen und bekamen weder eine schnelle Ersatzkonsole noch eine Reparaturzusage.
Laut Microsoft sind weniger als ein Prozent der ausgelieferten Konsolen schadhaft und dies würde auch der "üblichen" Quote im Konsolenmarkt entsprechen.
Analysten weisen allerdings darauf hin, dass die Zahl der ausgeliefertne Geräte weit weniger Einfluss auf das Image hat als der Service - oder soagr nur der Ruf des Service.
Xbox soll im Weihnachtsgeschäft mitmischenOutsourcing
Besonders ärgerlich für Microsoft dürfte im Zusammenhang mit den Xbox-Kundendienstproblemen sein, dass der Konzern den Kundendienst nicht selbst betreibt, sondern an Partnerfirmen abgegeben hat.
Deren offensichtlich teils schlechte Arbeit fällt allerdings auf das Image der Xbox zurück.
Dies ist umso gravierender, da schon die Verschiebung der Startermine der Xbox in den USA und zuletzt Japan massive Spekulationen über Produktionsprobleme ausgelöst hatten - die Microsoft allerdings jeweils rundum dementiert hatte.
Microsoft verschiebt Xbox-Einführung in Japan
