Metadaten-Standard verletzt Patentrecht
Die kanadische Firma UFIL Unified Data Technologies behauptet, ein wichtiges Patent zu besitzen, das durch den vom World Wide Web Consortium [W3C] verwalteten XML-basierten Metadaten-Standard RDF [Resource Description Framework] verletzt werde.
Wie die Computerwoche berichtet, geht es konkret um das bereits im November 1997 erteilte US-Patent Nr. 5.684.985 "Method and apparatus utilizing bond identifiers executed upon accessing of an endo-dynamic information node [EDIN]".
44 Anbieter betroffen
Seit 1999 lässt UFIL seine Ansprüche von Pearl [Patent
Enforcement and Royalties] aus Toronto vertreten. Nach Angaben auf
deren Website sollen insgesamt 44 Software-Anbieter betroffen sein.
Neue Substandards für XMLW3C noch nicht kontaktiert
Ebenfalls tangiert ist möglicherweise der ursprünglich von Netscape entwickelte RDF-Ableger RDF Site Summary [RSS].
In dieser Woche meldete sich auf der W3C-Site nun ein betroffener Entwickler, der von einer Anwaltskanzlei bezüglich des UFIL-Patents angegangen wurde.
Das W3C selbst wurde nach Aussagen von Sprecher Daniel Weitzner bislang in der Angelegenheit noch nicht kontaktiert.
Um Patentstreitigkeiten grundsätzlich zu vermeiden, arbeitet die Organisation seit einiger Zeit an Vorschlägen zur Nutzung urheberrechtlich geschützter Technik in offenen Standards.
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