Telekom Srbija im Clinch mit Partnern
Belgrad bemüht sich weiter, die Bedingungen, unter denen die serbische Telekom unter Milosevic teilprivatisiert wurde, zu revidieren.
Nachdem die rund einjährigen Verhandlungen mit den ausländischen Käufern, der italienischen Stet [Telecom Italia 29 Prozent] und der griechischen OTE [20 Prozent] zu keinem Ergebnis geführt haben, werde nun ein internationaler Schiedsspruch angestrebt, schreibt die Belgrader Tageszeitung "Glas javnosti".
Strittig sei vor allem die Bestimmung im Vertrag, wonach den Partnern jährlich drei Prozent der Bruttoeinnahmen für das eingebrachte Know-how zufallen. Laut dem Zeitungsbericht wurden diese Gelder bisher ohne entsprechende Gegenleistungen kassiert.
GSM-Coverage von Srbija TelekomDas Milosevic-Regime hatte im Juni 1997 49 Prozent an der Telekom Srbija um 767 Millionen Euro an die Stet und die OTE abgegeben. In diesem Zusammenhang sollen Bestechungsgelder in Höhe von 16 Millionen Euro an unbekannte Vermittler geflossen sein.
