Analog und digital auf einem Chip
Forscher des Fraunhofer-Instituts für integrierte Schaltungen [IIS] haben einen Funksender gebaut, der digitale und hochfrequente analoge Schaltungen auf einem Chip vereint. Sie nutzten dabei die Standard-CMOS-Technologie [Complementary Metal
Oxide Semiconductor].
"Bisher gab es bei analogen Schaltungen wie hochfrequenten Sendern oder Empfängern Schwierigkeiten. Denn CMOS -Prozesse sind für digitale Chips optimiert", sagte Frank Oehler vom Fraunhofer IIS.
Nun sei es gelungen, die analogen und digitalen Bauteile auf einem Chip zusammenzufassen [System-on-a-Chip].
Bestandteile des Chips
Mit dem Funksender lassen sich Daten über mehrere hundert Meter
im europäischen ISM-Band [Industrial, Scientific, Medical] auf einer
Frequenz von 868 MHz übertragen. Der Chip besteht demnach aus einem
programmierbaren Frequenz-Synthesizer, einem Oszillator und einem
Verstärker mittlerer Leistung. Hinzu kommen ein Schwingquarz, der
die Referenzfrequenz liefert, sowie ein passiver Schleifenfilter.
IISLeistungsfähigere Chips bereits in Entwicklung
Die Forscher arbeiten eigenen Angaben zufolge bereits an einem Transceiver, der Sender und Empfänger auf einem Chip vereint.
Zudem sei man gerade dabei, leistungsfähigere Chips zu entwickeln, die im GHz-Frequenzbereich senden und empfangen.
