04.01.2002

ANTI LINUX

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Nachrichtendienst-Methoden bei Microsoft

Der britische Informationsdienst "The Register" hat ein vom 26. Dezember 2001 datiertes, internes Memo von Senior Vice President Brian Valentine, der für den Sales und Vertrieb zuständig ist, an den weltweiten Vertrieb zur "Anti-Linux-Strategie" von Microsoft veröffentlicht.

Obwohl Valentine dessen Inhalt mehrfach als streng vertraulich bezeichnet und sich über zuvor an die Öffentlichkeit gelangte Interna echauffiert, ist das Dokument wiederum öffentlich geworden.

Linux durch die Hintertür

Besonders pikant ist in der neuen Mail unter anderem eine "Vorankündigung" des Managers zu einer unabhängigen Studie von D.H. Brown, die belegen soll, dass Server-Konsolidierungen unter Windows wesentlich günstiger als unter Linux seien.

Interessant liest sich auch die Aufforderung Valentines an das Vertriebspersonal, auch unterhalb der IT-Manager-Ebene herauszufinden, wo sich Linux möglicherweise "durch die Hintertür" in Unternehmen einschleiche.

Spionageauftrag

Ganz ausdrücklich empfiehlt der Microsoft-Manager in diesem Zusammenhang die Begehung von Kunden-Datenzentren, um dort nach verdächtigen Servern Ausschau zu halten.

Bei der Gelegenheit ließen sich auch gleich noch Maschinen und Produkte anderer Software-Konkurrenten wie Novell, Sun oder Oracle ausfindig machen.