03.01.2002

ANGST

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Schule wegen Strahlenangst geschlossen

Nach dem Bekanntwerden von vier Krebsfällen ist in Nordspanien eine Schule geschlossen worden, die sich direkt neben einem Gebäude mit zahlreichen Mobilfunkantennen befindet. Die Behörden begründeten ihren Entschluss damit, dass die genaue Ursache der Erkrankungen festgestellt werden müsse.

Eine erste Untersuchung habe allerdings keinen Hinweis auf einen Zusammenhang mit den Antennen gefunden. Nun werde ein zweiter Expertenbericht angefordert.

36 lukrative Handy-Antennen am Nachbar-Dach

Die Eltern haben als Auslöser die Strahlung der 36 Antennen unterschiedlicher Telekom-Anbieter im Verdacht, die auf dem Dach eines angrenzenden Hochhauses angebracht sind.

Bereits vor zwei Wochen hatte ein Gericht angeordnet, dass die Antennen entfernt werden müssen. Der Besitzer des Hochhauses, der von den Unternehmen eine einträgliche Miete bekommt, weigert sich aber.

In dem ersten Untersuchungsbericht heißt es, die Strahlung der Antennen überschreite nicht die von der Europäischen Union vorgegebenen Grenzwerte. Dennoch sollen die 450 Schüler nun in eine andere Schule verlegt werden.

Keine eindeutigen Belege für Schädigung

Nach Angaben des deutschen Bundesamts für Strahlenschutz in Salzgitter gibt es nach wie vor keine eindeutigen wissenschaftlichen Belege für eine schädliche Wirkung der Mobilfunk-Strahlung.