USA erleichtern Computer-Exporte
Die USA lockern die Exportbestimmungen für Hochleistungscomputer und Prozessoren.
Präsident Georg Bush hebt den Grenzwert für die so genannten "Tier 3"-Staaten, ab dem Computerexporteure das US-Handelsministerium benachrichtigen müssen und eine Lizenz benötigten, auf 190.000 MTOPS an.
Bisher lag die Grenze für lizenzfreie Exporte in diese Staaten bei 85.000 MTOPS. Für Mikroprozessoren wird die Grenze für genehmigungsfreie Ausfuhren von 6.500 auf 12.000 MTOPS angehoben.
Die "Tier 3"-Staatengruppe umfasst unter anderem Russland, China, Indien, Israel, Pakistan und die Volksrepublik China.
Statement der US-RegierungExporte ankurbeln
Die US-Regierung will mit den Erleichterungen die Konkurrenzfähigkeit der eigenen Computerindustrie stärken:
"Die Reformen werden durch den rapiden technischen Fortschritt in der Computerindustrie nötig", heißt es in der Erklärung des Weißen Hauses. "Computerleistung, die in der Vergangenheit mehrere Mio. Dollar kostete, ist nun in billigen Systemen verfügbar und wird von Unternehmen in der ganzen Welt hergestellt."
Die schwarzen Schafe
Nicht gelockert werden die Exportbestimmungen für Irak, Iran, Libyen, Kuba, Nordkorea, Sudan und Syrien. Die USA wollen mit diesen Regelungen verhindern, dass "Risiko"-Staaten die Rechenleistung für militärischen Zwecke benutzen. Trotzdem konnten die Exportbeschränkungen nicht verhindern, dass Indien und Pakistan Atomwaffen entwickelten und produzierten.
