dpa

Roboter sichern Fußball-WM

Deutschland
11.04.2006

Bei der Fußball-WM in Deutschland sollen auch Roboter für die Absicherung der Stadien sorgen und als Einsatzhelfer arbeiten.

Der 38 Kilogramm schwere modulare Roboter Asendro etwa kann mit verschiedenen Aufsätzen Feuerwehr, Polizei und Spezialeinsatzkommandos beispielsweise nach Terroranschlägen bei der Lageeinschätzung helfen.

Entschärfer und Aufklärer

Je nach Ausstattung tritt der Roboter als Helfer beim Entschärfen von Sprengsätzen, als Aufklärungsroboter für Überwachungsaufgaben oder beim Aufspüren von atomaren, biologischen und chemischen Stoffen in Aktion.

Dafür kann unter anderem ein Greifarm mit einer Stereokamera, die Bilder bis zu einem Umkreis von zwei Kilometern liefert, montiert werden. Zünddrähte von Bomben können laut Hersteller mit Hilfe eines scharfen Wasserstrahls durchtrennt werden.

Einsatz auch auf Stiegen möglich

Der Roboter navigiert entweder autonom oder wird über Funk mit einer Geschwindigkeit von bis zu 15 km/h gesteuert. Ein flexibler Kettenantrieb soll den Einsatz auf unterschiedlichem Gelände sicherstellen, auch Stiegensteigen und das Überwinden von Hindernissen sollen dadurch möglich sein.

Verschiedene Modelle im Einsatz

Nach Angaben der Entwickler Robowatch und Diehl ist der 55.000 bis 200.000 Euro teure Roboter kleiner, wendiger, schneller und flexibler einsetzbar als andere Modelle. Interesse an Asendro hätten bisher unter anderem die Bundespolizei und Feuerwehren gezeigt.

Zur Fußball-WM will Robowatch auch seinen vor zehn Monaten vorgestellten großen Sicherheitsroboter Ofro detect und andere Modelle am Berliner Olympiastadion einsetzen. Dort sollen insgesamt 20 elektronische Gehilfen nachts Zaunanlagen und Parkplätze überwachen.

Innenministerium setzt auf telemax

Bei der Bestellung von ferngesteuerten Robotern durch das deutsche Innenministerium kamen Robowatch und Diehl im März hingegen nicht zum Zug. Für die Bundespolizei wurden Roboter der Marke telemax der Firma telerob angeschafft.

Auch telemax kann als Entschärfer eingesetzt werden. Er hat unter anderem einen programmierfähigen Manipulatorarm und ein Vierkettenlaufwerk.

(futurezone | dpa)