31.12.2001

SPIEL & KRITIK

Bildquelle: Konami

Geh nicht allein nach Silent Hill

"Silent Hill 2" - der erste Teil erschien bereits 1999 - ist ein Horror-Game im Stil von David Lynchs Twin Peaks, das vor allem durch seine realistische Grafik und ausgezeichneten Sound besticht. Ein Spiel das man nachts besser nicht alleine spielt.

Der Held

James Sunderland hat vor drei Jahren seine Frau verloren. Nun hat er einen Brief von ihr bekommen, in dem sie schreibt, dass sie in Silent Hill auf ihn wartet. Zerissen zwischen Hoffnung und Zweifel begibt sich James auf den Weg und sucht sie.

Mary verzweifelt gesucht

Hoffnung scheint auch die einzige Erklärung zu sein, warum er sich in diese trostlose Stadt begibt: Schon zu Beginn wird klar, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugehen kann.

James ist kein Held im eigentlichen Sinne. Er hat zu Spielbeginn weder Waffen, noch kann er sich handgreiflich besonders gut verteidigen.

Den ersten Kontakt

hat James mit Angela Orosco auf dem Friedhof. Auch sie sucht ihre Verwandten.

Verschiedene Schwierigkeitsgrade

Das Gameplay ist aber linear genug, dass James nicht unbewaffnet überrascht wird. Beim ersten Kontakt mit einem Monster bewaffnet er sich mit einem Nagelbrett und schlägt sich damit fortan durchs Spiel [später kommen noch andere Waffen hinzu].

Je nach Schwierigkeitsgrad begegnet James entweder wenigen Monstern, die leicht zu bekämpfen sind, oder vielen, die ganz schön was einstecken können und schier nicht umzubringen sind.

Die Steuerung lässt ihn und den Spieler dabei manchmal im Stich. Wer nämlich das genaue Handling eines Actionsspiels erwartet hat, wird entäuscht. Vor allem im höchsten Schwierigkeitsgrad hat James Mühe, der Monster Herr zu werden.

Kopf- und armlos, dafür mit zwei zusätzlichen Beinen ausgestattet.

Der Reiz von Silent Hill 2

Es sind aber nicht die Monster oder die zahlreichen Rätsel, die allein den Reiz von "Silent Hill 2" ausmachen, sondern die Atmosphäre, die mithilfe der Grafik und der neu entwickelten "S-Force 3D Sound Library" geschaffen wird.

Durch das 3D-Audio-System schafft es Konami selbst auf herkömmlichen 2-Wege-Lautsprechern Raumklang und damit Gänsehaut zu erzeugen.

Obwohl die Kameraführung manchmal verwirrt, trägt ihr harter Wechsel zwischen Verfolgen und Beobachten ebenfalls einen großen Teil zur Spannung bei.

Nebelschwaden

Der beste Nebel den es in einem Spiel je gegeben hat.

Zusatzlevel für Xbox

Die Rätsel in "Silent Hill 2" sind leicht genug, um lösbar zu sein, aber auch schwierig genug um hin und wieder nochmal alles abzugehen.

Man kann allerdings nichts übersehen, weil James von sich aus darauf hinweist.

Fazit

Anders als Resident Evil schaffte "Silent Hill 2" im FuZo-Test einen konstanten Gruseleffekt, dafür wird weniger gekämpft als anderswo. Obwohl "Silent Hill 2" manchmal wie ein Actiongame anmutet, ist es doch eher ein Horror-Adventure mit Actioneinlagen. Die schlechte Steuerung ließe mehr Action auch gar nicht zu.