TV-Börsenspieler unter Insiderverdacht
Das deutsche Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel [BAWe] hat einem Magazinbericht zufolge im Zusammenhang mit dem Börsenspiel des TV-Senders 3sat im vergangenen Sommer ein förmliches Verfahren wegen des Verdachts auf Insiderhandel eingeleitet.
In der am Abend des 10. August ausgestrahlten Sendung ist demnach die Aktie des am Neuen Markt gelisteten Software-Herstellers Brain International in das Depot einer Teilnehmerin aufgenommen worden, berichtete das "manager-magazin".
Am selben Tag sei bereits am Vormittag ein deutlicher Umsatz- und Kursanstieg des Brain-Papiers beobachtet worden. Das BAWe und Brain waren für einen Kommentar zunächst nicht erreichbar.
Brain InternationalMerkwürdige Volumen
Am 10. August ging die Brain-Aktie mit einem Plus von rund 16 Prozent auf 3,25 Euro aus dem Handel. Der Umsatz lag bei 31.825 Titeln.
Am Tag zuvor hatten lediglich 7736 Brain-Papiere den Besitzer gewechselt. Durchschnittlich wurden in den vorangegangenen 30 Handelstagen zu diesem Zeitpunkt rund 8700 Papieren pro Tag umgesetzt.
Das BAWe werde im Rahmen des förmlichen Verfahrens mit den Betroffenen und deren Banken reden, "um zu klären, ob es im Vorfeld der TV-Sendung tatsächlich zu unlauteren Geschäften gekommen ist", zitierte das "manager-magazin" die BAWe-Sprecherin Regina Nößner.
