Brokat-Verkauf in der nächsten Woche
Der endgültige Verkauf des insolventen Software- Unternehmens Brokat soll nach Einschätzung des Insolvenzverwalters Volker Grub in der kommenden Woche unter Dach und Fach sein.
Derzeit würden letzte Gespräche mit einem börsennotierten deutschen Software- Unternehmen geführt, das ebenfalls im Bereich Finanzsoftware tätig ist. Durch den Verkauf könne etwa die Hälfte der verbliebenen 90 Arbeitsplätze im alten Kerngeschäft gerettet werden, sagte der Stuttgarter Rechtsanwalt.
Die Töchter in Großbritannien und Schweden sollen vom dortigen Management übernommen werden.
Brokat-Insolvenzverfahren eröffnetAktionäre gehen leer aus
Noch unklar ist, wie viel Geld die Gläubiger des Unternehmens erhalten. Die bereits mit einem Kurssturz aus Höhen von 200 Euro auf zuletzt 0,11 Euro gestraften Aktionäre werden jedoch in jedem Fall "in die Röhre schauen": "Die gehen komplett leer aus", sagte Grub.
Über das Schicksal des einstigen Vorzeigeunternehmens hatten die Gläubiger einer Hochzinsanleihe entschieden, die sich nicht auf eine Umwandlung des Rentenpapiers in Aktien zusammen mit einer Barzahlung einigen wollten. Brokat musste daher Ende November wegen Überschuldung Insolvenz anmelden.
