Über eine Million ".eu"-Domains beantragt
Die neuen europäischen Internet-Adressen mit der Endung ".eu" haben am ersten Tag für einen enormen Ansturm gesorgt.
Über eine Million Registrierungsanträge für eine ".eu"-Adresse wurden bei der zuständigen Registrierstelle EURid in Brüssel eingereicht.
Seit Freitagvormittag ist das neue Internet-Kürzel auch für Private zur Registrierung freigegeben.
Über 20.000 Anträge aus Österreich
Ursprünglich wurde mit einigen hunderttausend Anträgen gerechnet. Die Millionenmarke wurde jedoch schon am Freitagabend geknackt.
Die meisten der ".eu"-Adressen gingen am ersten Tag an Deutschland [255.350], Großbritannien [241.817] und in die Niederlande [130.226]. Aus Österreich kamen 22.500 Registrierungen.
Bis Freitag konnten sich nur Markeninhaber und Prominente vorregistrieren, rund 300.000 Antragsteller hatten diese Möglichkeit genutzt.
Anschluss an ".com" erhofft
Mit ein Grund für den großen Ansturm ist das so genannte Windhundverfahren: Haben mehrere Privatleute einen berechtigten Anspruch auf eine bestimmte ".eu"-Adresse, erhält derjenige den Zuschlag, der sich zuerst registriert hat.
Die EU-Informationskommissarin Viviane Reding wies auf die große symbolische Bedeutung der neuen Domain-Endung hin. Reding hofft, dass die Endung ".eu" künftig genauso weite Verbreitung findet wie das bisher vorherrschende ".com".
Der Preis für eine ".eu"-Domain bewegt sich je nach Registrierungsstelle zwischen 20 und 30 Euro pro Jahr. Für die Registrierung selbst fällt keine zusätzliche Gebühr an.
