Tu Wien

Mozarts Werke als Online-Klangkarte

digital
07.04.2006

Wurden über Ähnlichkeiten katalogisiert

Wissenschaftler der TU Wien haben eine Online-Landkarte des Gesamtwerks von Wolfgang Amadeus Mozart erstellt, die einen schnellen Überblick über sein Schaffen geben soll.

Dabei ließen die Wissenschaftler das gesamte, digitalisierte Werk Mozarts mit Hilfe einer Software von einem Computer analysieren, der die einzelnen Stücke nach gemeinsamen Klangcharakteristiken ordnete und zusammenfasste.

Der Computer ordnete die Werke unter anderem nach instrumentalen Klangeigenschaften. Sinfonien und Opern liegen auf "Inseln" der Klangkarte ebenso konzentriert zusammen wie etwa Streichquartette und Bläsermusik.

Herausgekommen ist eine dem Kopf Mozarts nachempfundene Puzzle-ähnlichen Karte, auf der die einzelnen Werke in einzelnen Gruppen und Grüppchen je nach ihrem Klang beisammenliegen. Wird eines der Kästchen angeklickt, wird neben der Karte das entsprechende Werk und die ihm nach der Klangcharakteristik verwandten Kompositionen gezeigt.

Zugang zu digitaler Musik erleichtern

Die so genannte Map of Mozart ist jedoch nur ein Nebenprodukt der Forschung am Wiener Institut für Softwaretechnik und Interaktive Systeme.

"Im Zeitalter der zunehmenden Verbindung von Internet und Musik wollen wir Möglichkeiten schaffen, den Zugang zu dem wachsenden kommerziellen Musikangebot per PC zu erleichtern", so Projektleiter Andreas Rauber.

Die Som-extended Jukebox zielt darauf ab, Musik nicht über Titel oder Interpreten, sondern über akustische Ähnlichkeiten zu katalogisieren und so auffindbar zu machen.

(dpa)