Intershop auch im 4. Quartal mit roten Zahlen
Der Jenaer Softwarehersteller Intershop Communications AG hat auch im vierten Quartal den Sprung in die schwarzen Zahlen nicht geschafft.
Der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen werde acht bis neun Millionen Euro betragen, heißt es in einer Adhoc-Mitteilung des Herstellers von Software für den Einkauf über das Internet.
Im dritten Quartal hatte der Verlust noch bei 23,1 Millionen Euro gelegen. Allerdings sei im nächsten Jahr mit einem weiteren Umsatzrückgang zu rechnen.
Weniger Umsatz im vierten Quartal
Dieses Jahr würden etwa 70 Millionen Euro Umsatz erwartet, sagte
Intershop-Sprecher Heiner Schaumann. Vergangenes Jahr hatte
Intershop 123 Millionen Euro umgesetzt. Für das vierte Quartal
rechnete Intershop mit 12 bis 13 Millionen Euro Umsatz nach 14,7
Millionen im dritten Quartal.
Finstere Aussichten für IntershopLizenzumsatz soll diesmal höher liegen
Allerdings werde diesmal der Lizenzumsatz höher liegen. Die anhaltende Investitionszurückhaltung werde in der ersten Hälfte des Jahres 2002 aber keine höheren Umsätze ermöglichen.
Nach Unternehmensangaben verringerte sich der Barmittelverbrauch. Ende des Jahres dürften noch 36 bis 37 Millionen Euro liquide Finanzmittel vorhanden sein. Ende des dritten Quartals hatten sie bei bei 45,2 Millionen Euro gelegen.
Der einstige Börsenstar Intershop hatte Ende Oktober seine Prognosen erneut nach unten korrigiert, nachdem das Unternehmen ursprünglich schon im vierten Quartal 2001 schwarzen Zahlen erreichen wollte. Im dritten Quartal waren die Umsätze um beinahe ein Drittel auf 14,7 Millionen Euro eingebrochen.
