Telekom-Markt bewegt sich doch
"Wir haben im Moment keinen Druck, weitere Unternehmen zu kaufen, weil wir zweistellig wachsen", sagte Ron Sommer, Chef der Deutschen Telekom im Interview mit "Der Zeit". In den nächsten fünf bis zehn Jahren werde es nur ganz wenige Unternehmen geben, die potenzielle Käufer sind. Sehr viele würden hingegen zum Verkauf anstehe, fügte Sommer hinzu.
Demnächst dürften alle Incumbents in Europa in zwei, drei Gruppierungen aufgehen, prophezeite Sommer. "Eine davon sind wir. Dort wird die Telekom im Zentrum stehen. Wir haben aber von der verhinderten Fusion mit Telecom Italia lernen müssen, dass man in Europa dafür im Augenblick politisch noch nicht reif ist."
Darüber hinaus bekräftigte Sommer die Prognose für dieses Jahr, einen Gewinn vor Zinsen Steuern, Abschreibungen und Amortisierung von 15 Mrd. Euro [206 Mrd. ATS]erreichen. Das Ebitda solle auf 15 Milliarden Euro wachsen.
1999 - Als das Telekom-Karussell am Rotieren warDie ungarische Tochter
In Ungarn ist am Sonntag das Monopol der Matav, an der die deutsche Telekom die Mehrheit hält, und mehrerer kleiner regionaler Telefongesellschaften formal beendet worden.
Erstmals können sich auch andere Anbieter bei der Telekom-Aufsichtsbehörde HIF um die Erteilung von Lizenzen bewerben.
Insgesamt sieben Gesellschaften reichten bereits am Sonntag ein, gab der HIF-Generaldirektor in Budapest bekannt.
Die Öffnung des Telekom-Marktes in Ungarn wird nach Ansicht von Fachleuten nur langsam Wirkung zeigen. Es wird davon ausgegangen, dass die Matav ihre beherrschende Stellung bewahren wird.
Matav UngarnMicrosoft in Südkorea
Microsoft wird sich mit 3,2 Prozent an der Korea Telecom beteiligen und beahle dafür 500 Millionen US-Dollar [557 Mill. Euro, 7,67 Mrd. ATS], teilten die beiden Unternehmen am Samstag in Seoul mit.
Die strategische Allianz ermögliche und beschleunige die Lieferung einer Vielzahl von Internet-Diensten auf den südkoreanischen Markt. Microsoft habe sich verpflichtet, die Anteile innerhalb der nächsten zwei Jahre nicht weiter zu verkaufen.
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