23.12.2001

DEREGULIERUNG

Bildquelle: telefonica

EU-Kommission klagt Spanien

Die Europäische Kommission wird nun auch Spanien vor den Europäischen Gerichtshof [EuGH] zitieren, um beim Streit um Telefongebühren eine Entscheidung herbeizuführen.

Die Telefonica S.A., Madrid, verlangt nach Auffassung der Brüsseler Behörde nach wie vor zu niedrige Grundgebühren beim Telefonanschluss, womit der Verdacht einer Quersubventionierung gegeben sei.

An der Tarifstruktur werde sich bis Anfang 2003 - wenn Telefonica ihre Grundgebühren auf Kostenbasis umstellt - nichts ändern.

Zu starrer Tarifrahmen

Die Brüsseler Behörde macht den spanischen Staat für die Verzögerung verantwortlich, da sie auf einen zu starren Tarifrahmen des ehemaligen Monopolisten zurückzuführen sei. Für den Verbraucher könne eine höhere Grundgebühr durch Senkungen bei Ferngesprächen ausgeglichen werden.

Erst am Donnerstag hat die Europäische Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesregierung eingeleitet, bei dem es um die Öffnung der letzten Meile geht.