25.12.2001

MAKE LOVE

Bildquelle: Maxis

Ein Game im digitalen Liebesrausch

Come together

Will Wright, der Erfinder von Sim City, hat vor nunmehr fast zwei Jahren mit "Die Sims" eine neue Generation von Simulationsspielen geschaffen: In "Die Sims" geht es um den Aufbau und Erhalt zwischenmenschlicher Beziehungen.

Vom ersten Kuss ...

über den Heiratsantrag [der auch abgelehnt werden kann] bis hin zur Hochzeit: alles kann forciert oder vereitelt werden.

Virtuell statt real...

Sobald zwei Sims sich die Liebe gestanden und das Zusammenwohnen erfolgreich bestanden haben, steht einer Familienvergrößerung nichts mehr im Weg.

Es folgen mühsame Stunden mit Wickeln, Füttern und Spielen inklusive Streit mit dem Partner, weil zuwenig Zeit fürander bleibt. Wer allerdings nicht aufpasst und sein Baby zuwenig pflegt, bekommt bald Besuch vom Jugendamt und ist seiner elterlichen Pflichten entledigt.

Wer sich anstrengt,

wird bald belohnt - dann tummeln sich jede Menge hungrige Sims um den Familientisch.

Die bisherigen Addons [Erweiterungspack zum Hauptspiel "Die Sims"] brachten immer wieder neue Objekte ins Spiel. Das mittlerweile dritte Addon "Hot Date" bringt zusätzlich noch einen ganzen Stadtteil, wo eingekauft, geflirtet und gefeiert werden kann.

Es gibt Geschäfte, Parks und Lokale, wo die Sims entweder Freunde treffen oder andere Sims kennenlernen können.

Keine Hemmungen

Die Sims haben nun auch mehr als 40 neue Möglichkeiten, miteinander zu kommunizieren und zu interagieren. Es kann belanglos getratscht, über gemeinsame Hobbys und die Arbeit diskutiert oder hemmungslos geflirtet werden. Vom feurigen Kuss bis zur tätlichen Beleidigung ist dann alles drin.

Auch diese Art der Kommunikation ist möglich [diese beiden haben ihre gerade erfolgreich hinter sich gebracht].

Ganz wie im richtigen Leben?

Damit ein Sim zufrieden ist, braucht es aber leider mehr als nur eine befriedigende Partnerschaft oder zahlreiche soziale Kontakte. Als Kind muss er ordentlich lernen, sonst geht es ab in die Militärakademie. Ist der Sim erwachsen, muss er sich nicht nur einen Job suchen [online oder in der Zeitung], sondern auch regelmässig hingehen. Wer zweimal fehlt, ist gefeuert.

Auch müssen Rechnungen bezahlt, das Haus geputzt, der Mistkübel ausgeleert, Blumen gegossen und das Sozialleben gepflegt werden, sonst kann es kann ganz schnell passieren, dass der Sim depressiv wird. Hin und wieder kann es auch passieren, dass ein unachtsamer Sim in Flammen aufgeht, weil er am Herd zuviel gezündelt hat - meistens ist die Feuerwehr aber rechtzeitig da.

Parallel dazu gibt es im Web einige Sites, die fast täglich neue Objekte, Tapeten oder Kleider zum Download anbieten. Fast genauso fesselnd wie die Sims und ihre Launen sind nämlich auch die verschiedenen Möglichkeiten, die man beim Hausbau und Einrichten hat - von kitschig über modern bis mittelalterlich wird jeder Geschmack bedient.

Fazit

Mit "Die Sims" kann man nicht nur das wahre Leben simulieren, sondern sich auch die geheimsten Wünsche erfüllen: ein großes Haus bauen, Kinder kriegen, Bäume pflanzen. Und wer vom wahren Leben genug hat, kann die letzte Familienfeier nachstellen und die verhasstesten Mitglieder abfackeln...

Das Game ist sowohl für den PC als auch den Apple Mac erhältlich.