23.12.2001

LINUXHAUS

Bildquelle: SuSE

SuSE will 2002 Gewinne machen

"Wir hatten bisher überwiegend den technisch versierten Anwender als Zielgruppe. Jetzt machen wir einen zusätzlichen Schwenk in die Unternehmens-IT", sagte der neue Vorstandschef der SuSE Linux AG, Gerhard Burtscher, in einem dpa-Gespräch.

Kunden seien bereits T-Online und der Heinrich Bauer Verlag.

SuSE Linux erwartet für 2001 im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzzuwachs um knapp 50 Prozent auf 40 Millionen Euro. Dabei haben sich die Ereignisse vom 11. September kaum ausgewirkt. Auch die derzeitige Rezession mache dem Unternehmen kaum zu schaffen. "Die Kostenseite bei Linux ist speziell in der jetzigen Zeit ein Plus."

Liquiditätsprobleme

2002 sollen die Erlöse zwischen 55 und 58 Millionen Euro liegen. "Wir erwarten den Sprung in die Gewinnzone im ersten Halbjahr", sagte Burtscher. Über die Höhe der Verluste im Jahr 2001 wollte er keine Angaben machen.

Die SuSE Linux AG hatte im laufenden Jahr rund um die aufwändige Produktion von SuSE 7.3 mit starken Liquiditätsproblemen zu kämpfen. Im Oktober erhielt das Unternehmen eine Kapitalspritze von 15 Millionen Euro.

Investoren waren unter anderem der Risikokapitalgeber e-millennium 1, hinter dem unter anderem die Deutsche Bank und SAP stehen, sowie IBM. Die Belegschaft wurde von 550 auf 380 Mitarbeiter verkleinert.

Im Bereich Server hatte Linux 2000 einen Weltmarktanteil von 27 Prozent erreicht - Tendenz steigend. Dagegen stagnierte der Anteil von Microsoft bei 38 Prozent. "Unser Ziel ist, Windows zu übertrumpfen", sagte der 52-jährige Burtscher, der bereits seit mehr als 20 Jahren in der IT Branche tätig ist.