Österreich fällt bei Netznutzung zurück
Österreich ist bei der privaten Internet-Nutzung im EU-Vergleich zurückgefallen, die heimischen Betriebe finden sich aber unter den Topländern wieder.
Eine am Donnerstag veröffentlichte EU-Statistik sieht Österreich bei den privaten Netzanschlüssen nur noch auf Platz zehn.
Bei den Unternehmen sieht die Lage besser aus: Hier kommt man mit einer Verbreitung von 95 Prozent nach wie vor unter die EU-Top-Fünf.
Insgesamt hat sich der Anteil privater Haushalte mit Internet-Anschlüssen in der EU laut den Umfragedaten des EU-Statistikamts Eurostat zwischen 2004 und 2005 von 43 auf 48 Prozent erhöht, der Anteil der Haushalte mit Breitbandanschluss stieg von 15 auf 23 Prozent.
EU-Förderung
Die EU fördert schnelle Breitbandanschlüsse. Sie sollen mit Hilfe von EU-Geldern auch in abgelegene Regionen wie Österreichs Alpen kommen.
Vier von zehn noch nie im Netz
In Österreich lag die Breitbandinternet-Dichte im privaten Bereich mit 23 Prozent exakt im EU-Durchschnitt, die generelle Internet-Verbreitung mit 47 Prozent knapp unter dem Durchschnitt.
Dennoch haben laut Eurostat vier von zehn Österreichern noch nie das Internet genutzt. Auch hier liegt Österreich allerdings im EU-Durchschnitt von 43 Prozent.
Signifikant bleibt nach wie vor auch der Unterschied zwischen Männern und Frauen: Während sich von den Österreicherinnen nur 43 Prozent 2005 als regelmäßige Nutzer beschrieben, waren es bei den heimischen Männern 54 Prozent.
(APA)
