Video on Demand ohne Demand
Jupiter Media Metrix hat in einer aktuellen Studie die hochtrabenden Prognosen für Video-on-Demand [VoD] empfindlich reduziert. Statt mehreren Milliarden soll der Markt demnach im Jahr 2006 nur einen Umsatz von 642 Millionen USD ausmachen.
Der größte Teil dieser - im Vergleich zu den Erwartungen mageren - Einnahmen soll zudem nicht von neuen Kunden kommen, sondern von solchen, die derzeit kostenpflichtige TV-Kanäle im Abo beziehen.
Jupiter Media MetrixZähe Videotheken
"Das von der Filmindustrie vielfach angekündigte Sterben der Videotheken wird nach diesen Zahlen nicht stattfinden," meint Jupiter-Analystin Lydia Loizides.
Diese Ansicht dürfte vor allem die großen Hollywood-Studios nicht erfreuen, die derzeit eigene VoD-Angebote testen und damit die Hoffnung verbinden, auch den Videotheken-Teil der Verwertungskette vollständig unter eigene Kontrolle zu bringen.
