Palm-Schrifterkennung verletzt Xerox-Patent
Der angeschlagene Handheld-Marktführer Palm muss einen herben Schlag einstecken.
Ein US-Bezirksgericht in New York hat jetzt entschieden, dass das Unternehmen und seine frühere Muttergesellschaft 3Com bei der Zeichenerkennung "Graffiti" Patentrechte von Xerox verletzen.
Graffiti ist originärer Bestandteil des PDA-Betriebssystems Palm OS und auf jedem der mittlerweile über 10 Millionen verkauften mobilen Geräte installiert. Xerox hatte die Klage im Jahr 1997 ursprünglich gegen U.S. Robotics und später gegen 3Com und Palm eingereicht.
"Unistroke"-Patent verletzt
Das Unternehmen argumentierte, dass Graffiti seine am Palo Alto
Research Center erfundene und patentierte Zeichenerkennungs-Technik
"Unistroke" verletze.
Palo Alto Research CenterSchadenersatzforderungen
Durch die Entscheidung des Gerichts habe Xerox nun freie Bahn für Schadenersatzforderungen, teilte das Unternehmen mit.
Laut Xerox muss Palm nun entweder die Produktion seiner PDAs stoppen oder die Graffiti-Technologie nachträglich lizenzieren.
Ersteres ist wohl auszuschließen, zweiteres im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung mit rückwirkenden Lizenzzahlungen eher wahrscheinlich.
Palm jedenfalls wird Berufung gegen das Urteil einlegen.
"Wir werden uns energisch wehren"
"Die Graffiti-Technologie verletzt das Xerox-Patent nicht. Wir
haben starke Argumente für unsere Verteidigung und werden uns
energisch wehren", sagte Palm-CEO Eric Benhamou. Er betonte, dass
der Prozess keine Auswirkungen auf das Business-Modell von Palm und
seine Lizenznehmer habe.
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