IBM fertigt Computer aus sieben Atomen
Der US-Computerkonzern IBM hat in der Grundlagenforschung mit Computern aus einzelnen Atomen einen Durchbruch erreicht.
Zum ersten Mal konnten Wissenschaftler am IBM-Forschungszentrum in Almaden eine einfache Entschlüsselungsaufgabe mit Hilfe eines so genannten Quantencomputers berechnen, berichtete am Freitag das britische Wissenschaftsjournal "Nature".
15 = 3 mal 5
Dabei ging es um die Frage, welche Zahlen multipliziert 15
ergeben [drei und fünf]. Das wichtige Forschungsergebnis bedeute
aber noch keinen Durchbruch für die kommerzielle Nutzung von
Quantencomputern.
Quantencomputer mit ZukunftComputer aus sieben Atomen
Für das aktuelle Experiment hat der Konzern einen Quantencomputer aus sieben einzelnen Atomen zusammengestellt.
In anderen Versuchen konnten die IBM-Forscher bereits 1.000 Atome kontrollieren.
Computer arbeiten heute mit Mikroprozessoren auf der Basis von Silizium-Halbleitern. Für die Entschlüsselung großer Zahlen, wie sie in der Verschlüsselungskunde [Kryptographie] benutzt werden, müssen heutige Supercomputer jahrelang rechnen.
"Quantencomputer entschlüsseln schneller"
1994 hatte der Wissenschaftler Peter Shor von AT&T die These
aufgestellt, dass Quantencomputer diese Aufgaben viel schneller
lösen könnten. Mit dem aktuellen Experiment in den IBM-Labors wurde
der Shor-Algorithmus für die kleine Zahl 15 gelöst.
Quantenspeicher statt Bits and Bytes5,8 Milliarden Euro für Forschung
"Das ist definitiv ein Schritt nach vorne", kommentierte Shor in einem Interview die Ergebnisse der IBM-Wissenschaftler.
"Das passierte deutlich früher, als ich erwartet hatte. Sie haben sich wirklich clever angestellt."
IBM hat im vergangenen Jahr 5,2 Milliarden USD [5,8 Mrd. Euro] für Entwicklung und Forschung ausgegeben.
