Noch keine Ergebnisse bei Handymasten
Die Zusammenlegung von Handymasten in Niederösterreich verzögert sich. Eine Senkung der Handytarife dadurch ist nicht in Sicht.
Ursprünglich hatte die niederösterreichische Landesregierung angekündigt, dass bis Ende März feststehen soll, welche Masten abmontiert bzw. zusammengelegt werden sollen.
Bereits im Jänner hatten die Mobilfunker erklärt, dass der März-Termin nicht zu halten sei. An dieser Einschätzung hat sich drei Monate später nichts geändert.
Verhandlungen laufen
"Es gibt noch keine konkreten Ergebnisse, aber laufende Verhandlungen mit dem Land Niederösterreich", heißt es dazu vom Forum Mobilkommunikation [FMK], der Interessenvereinigung der Mobilfunker.
Es sei damit zu rechnen, dass es vor dem Sommer die ersten konkreten Verhandlungsergebnisse gebe.
Bis zum Ab- und Umbau müssen nach Brancheninformationen noch weitere Vorarbeiten erledigt werden, wie Verhandlungen mit den Grundstücksbesitzern und Verwaltungsverfahren.
Keine Senkung der Tarife
Die von der niederösterreichischen Landesregierung bereits großflächig angekündigte Tarifsenkung durch die Mastenzusammenlegung wird es jedenfalls nicht geben. Das hatten die Mobilfunker ebenfalls im Jänner klargestellt.
Laut FMK ist, entgegen der Behauptungen der niederösterreichischen ÖVP, in den zu Grunde liegenden Verträgen ["Mobilfunkpakt"] nichts zu finden. Ein eigener Tarif nur für Niederösterreich ist ebenfalls nicht in Planung.
Wettbewerb lässt Preise fallen
Das wäre auf einem so hoch kompetitiven Markt wie dem heimischen auch nicht sinnvoll, meint Elisabeth Mathes von der mobilkom austria. Hier zu Lande würden die Handytarife durch den großen Wettbewerb ohnedies ständig fallen.
Laut FMK dauert die Amortisierung der für die Mastenzusammenlegung notwendigen Investitionen außerdem seine Zeit, dann allerdings könnten mögliche Ersparnisse österreichweit allen Handynutzern zugute kommen. Kurzfristig rechnen die Mobilfunker durch die Zusammenlegung auf jeden Fall mit Mehrkosten.
Laut FMK ist die Zahl der gemeinsam genutzten Masten österreichweit um drei Prozent gestiegen. Spitzenreiter ist hier allerdings nicht Niederösterreich, sondern Kärnten, Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg, hieß es von Seiten des FMK.
Kompromiss zur Handymastensteuer
Letztes Jahr hatten sich der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll [ÖVP] und die Mobilfunkbetreiber auf den Mobilfunkpakt geeinigt, woraufhin die zuvor beschlossene Handysteuer vom niederösterreichischen Landtag am 15. Dezember wieder zurückgezogen wurde.
(futurezone | APA)
