Ziemlich schnell mit SDSL
Während die Telekom gerade neue ADSL-Pakete für jene User entwirft, die eine höhere Bandbreite möchten als 512 KBit/s [runter] bzw. 64 [rauf], werden von Mitbewerbern der TA entbündelte Leitungen mit mehrfach höherem Datendurchsatz angeboten.
SDSL-Standleitungen [Synchronous Digital Subscriber Line] mit bis zu zwei MBit/s in beide Richtungen spielt es bereits jetzt in Wien und Graz ab 200 Euro.
Das ist ziemlich genau derselbe Preis, zu dem vor gar nicht allzu langer Zeit schnöde ISDN-Standleitungen [64 KBit/s] angeboten wurden, eine mehrmonatige Wartezeit war meistens inklusive.
Unter den vielen DSL-Flavours - European Telecom, Inode, Silverserver und UTA bieten verschiedenste DSL-Pakete mit unterschiedlichen Up/Down-Kombinationen an - zeichnen sich zwei Preisgrenzen rund um die Einführung des Euro ab.
Neue ADSL-Angebote der Telekom200 Euro: Das obere Segment
Das obere Segment liegt bei 200 Euro, wobei Inode und Silverserver dazu ein großzügig bemessenes, freies Transfervolumen anbieten, das je nach Paket zwischen fünf und zwölf GB variiert. [Alle Preise sind exklusive Ust.]
Ein direkter Vergleich der Entbündler aus dem Telekom-Bereich zu den beiden ISPs ist nicht so einfach, da European Telecom, UTA, und CyberTron im Business-Bereich vielfach DSL-Produkte mit Telefonie-Angeboten kombinieren.
Inode und Silverserver bieten Telefonie erst gar nicht an, sondern setzen darauf, zusätzliche Umsätze mit Firewalls, Virtual Private Networks und Webhosting zu generieren.
Spaßigerweise heißt das Paket: "Sil Complete"Mix aus verschiedenen Flavours
European Telecom ist wie die anderen beiden Telekoms im SDSL-Bereich - weil Businessangebot - etwas teurer als die beiden ISPs.
Man setzt dafür mit einem Mix aus den verschiedensten ADSL-Kombinationen auf jene User, die bereit sind, um die 100 Euro pro Monat auszugeben.
European Telecom100 Euro: Das untere Segment
Während für 200 Euro also eine 2-MBit/s-SDSL-Standleitung für ein kleines bis mittleres Unternehmen zu haben ist, werden sich die Preise für sehr aktive User und Kleinstunternehmen im so genannten SoHo-Bereich [Small Office, Home Office] bei einer Flat Rate von etwa 100 Euro einpendeln.
Dass sich die Grenzen zwischen Privat- und Business-Usern hier verwischen, nehmen bereits einige [A]DSL-Anbieter zur Kenntnis. Wie sich die Downloadlimits langsam heben, so wackelt auch das Dogma vom "Einzelplatz-Zugang" seitens der Provider.
Bei einigen der im Rahmen dieser FuZo-Serie befragten Anbietern hieß es - natürlich nicht zitabel -, man sei nicht besonders daran interessiert, nachzuprüfen, ob statt eines einzelnen Rechners ein Router am anderen Ende hänge, solange sich das alles im Rahmen des Fair Use abspiele.
Einer der Gründe dafür ist: User, die selbst ein Netzwerk aufbauen können, brauchen allgemein weitaus weniger [teuren] Support als Otto Normaluser, der nur einen Rechner hat.
