19.12.2001

FAST 'N' FLAT

Bildquelle: orf on

Ziemlich schnell mit SDSL

Während die Telekom gerade neue ADSL-Pakete für jene User entwirft, die eine höhere Bandbreite möchten als 512 KBit/s [runter] bzw. 64 [rauf], werden von Mitbewerbern der TA entbündelte Leitungen mit mehrfach höherem Datendurchsatz angeboten.

SDSL-Standleitungen [Synchronous Digital Subscriber Line] mit bis zu zwei MBit/s in beide Richtungen spielt es bereits jetzt in Wien und Graz ab 200 Euro.

Das ist ziemlich genau derselbe Preis, zu dem vor gar nicht allzu langer Zeit schnöde ISDN-Standleitungen [64 KBit/s] angeboten wurden, eine mehrmonatige Wartezeit war meistens inklusive.

200 Euro: Das obere Segment

Das obere Segment liegt bei 200 Euro, wobei Inode und Silverserver dazu ein großzügig bemessenes, freies Transfervolumen anbieten, das je nach Paket zwischen fünf und zwölf GB variiert. [Alle Preise sind exklusive Ust.]

Ein direkter Vergleich der Entbündler aus dem Telekom-Bereich zu den beiden ISPs ist nicht so einfach, da European Telecom, UTA, und CyberTron im Business-Bereich vielfach DSL-Produkte mit Telefonie-Angeboten kombinieren.

Mix aus verschiedenen Flavours

European Telecom ist wie die anderen beiden Telekoms im SDSL-Bereich - weil Businessangebot - etwas teurer als die beiden ISPs.

100 Euro: Das untere Segment

Während für 200 Euro also eine 2-MBit/s-SDSL-Standleitung für ein kleines bis mittleres Unternehmen zu haben ist, werden sich die Preise für sehr aktive User und Kleinstunternehmen im so genannten SoHo-Bereich [Small Office, Home Office] bei einer Flat Rate von etwa 100 Euro einpendeln.

Dass sich die Grenzen zwischen Privat- und Business-Usern hier verwischen, nehmen bereits einige [A]DSL-Anbieter zur Kenntnis. Wie sich die Downloadlimits langsam heben, so wackelt auch das Dogma vom "Einzelplatz-Zugang" seitens der Provider.

Bei einigen der im Rahmen dieser FuZo-Serie befragten Anbietern hieß es - natürlich nicht zitabel -, man sei nicht besonders daran interessiert, nachzuprüfen, ob statt eines einzelnen Rechners ein Router am anderen Ende hänge, solange sich das alles im Rahmen des Fair Use abspiele.

Einer der Gründe dafür ist: User, die selbst ein Netzwerk aufbauen können, brauchen allgemein weitaus weniger [teuren] Support als Otto Normaluser, der nur einen Rechner hat.