17.12.2001

IRRTUM

Bildquelle: waldt

Raubkopien "im Auftrag von Microsoft"

Ein deutscher CD-ROM-Hersteller hat unwissentlich gefälschte Microsoft-Produkte mit einem Marktwert von mehr als 60 Millionen USD produziert.

Überall illegale CDs

Nachdem der überraschte CD-ROM-Hersteller von Microsoft Deutschland auf den Fall hingewiesen worden war, lieferte er laut Microsoft alle Informationen, um juristische Schritte gegen den Broker und seine Handlanger einzuleiten. "Der Markt war voller illegaler CDs", sagte Microsoft-Rechtsanwalt Thomas Urek.

Millionenschaden

Den Kampf gegen Raubkopien betreibt die Software-Industrie vor allem über die Business Software Alliance [BSA], einen globalen Interessenverband zum Schutz von Software als geistiges Eigentum.

Das illegale Kopieren von Computersoftware hat der Industrie laut der BSA im vergangenen Jahr allein in Deutschland angeblich einen Schaden von 650 Millionen Euro zugefügt.

Deutschland belegt damit im westeuropäischen Vergleich mit Abstand Platz eins auf der Verlustliste.