Industrie protestiert gegen Urheberpauschale
Heute haben die führenden Druckerhersteller die Seite "druck-gegen-abgaben.de" gegen die geplante Urheberpauschale auf Drucker und andere IT-Geräte in Deutschland gestartet.
Die Unternehmen Brother, Canon, Epson, Hewlett-Packard, Kyocera Mita, Lexmark und Xerox wollen auf der Seite die Verbraucher über die ihrer Meinung nach zu erwartenden negativen wirtschaftlichen Folgen der Pauschal-Abgabe informieren.
Der Streit über die Urheberpauschale für Drucker und CD-Brenner, die zum Schutz der Rechte von Künstlern und Autoren erhoben werden soll, zieht sich schon seit über einem Jahr hin. Derartige Gebühren werden derzeit bereits für Fotokopierer erhoben.
druck-gegen-abgaben.deDRM in der Pflicht
"Mehrere Umfragen zeigen, dass die Verbraucher pauschale Abgaben mit großer Mehrheit ablehnen", sagte Regine Stachelhaus, Mitglied der Geschäftsführung und Sprecherin der Initiative der Druckerhersteller. "Die moderne Technik" biete bessere Lösungen als das "veraltete und bürokratische System" der Pauschal-Abgabe, so Stachelhaus weiter.
Die Hersteller plädieren daher für eine individuelle Lizenzierung als zukünftige Verwertungsform. Dazu Stachelhaus: "Wenn Gebühren vollkommen unabhängig von der tatsächlichen Nutzung geschützter Werke erhoben werden, dann ist dies aus unserer Sicht nichts anderes als eine Gerätesteuer, um Urheber zu subventionieren", sagte Stachelhaus dazu.
Dafür seien aber zuverlässige digitale Kopierschutztechniken für Digital Rights Management notwendig, die illegale Kopien verhindern.
